Grundlagen


Yin und Yang

Yin und Yang sind Begriffe und grundlegende Aspekte um das Gleichgewicht im Körper zu beschreiben. Sie repräsentieren Gegensätze die in konstanter Bewegung und Veränderung zueinander stehen. Die Yin Yang Dualität ist allerorts vorhanden. Beispiele sind weiblich-männlich, warm-kalt, innen-aussen. Ein unausgewogenes Verhältnis dieser Polaritäten ist wichtig für das Wohlbefinden und die Gesundheit.


Die fünf Wandlungsphasen

Die menschlichen Organsysteme werden in der Chinesischen Medizin den fünf Wandlungsphasen (Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall) zugeordnete. Sie werden auch Funktionskreise genannt. Hierbei sind nicht die Organe selbst gemeint sondern die Funktionen welche sie im Körper ausführen. Jeder Funktionskreis ist mit bestimmten Eigenschaften, spezifischen Organen, Emotionen, Geschmacksrichtungen und Jahreszeiten verbunden. Es ist ein Verständnis komplexer Beziehungen zwischen den Organen und Körperstrukturen und der Wirkweise von Umwelteinflüssen. Die fünf Wandlungsphasen stehen in verschiedenen Beziehungen zueinander, sie haben bestärkende wie auch kontrollierende Verbindungen die wichtig für das Wohlbefinden sind. 


Die drei Schätze

Ein grundlegendes Konzept ist das Verständnis über die drei Schätze Jing, Qi und Shen. Das von unseren Eltern vererbte Jing (Essenz) ist die fundamentale Lebensenergie, die für Entwicklung und Wachstum zuständig ist. Im Laufe des Lebens wird diese Essenz durch den menschlichen Alterungsprozess verbraucht. Unser Bewusstsein und Denken wird durch Shen (Geist) repräsentiert. Shen spiegelt den Zustand des psychischen und emotionalen Wohlbefindens. Qi (Energie) ist die treibende Kraft hinter allen Lebensprozessen wie Bewegung, Wärme, Schutz oder Transformation. Als vitale Lebensenergie gewinnen wir Qi durch die Nahrung und Atmung.


Diagnose und Behandlung der Chinesischen Medizin stützen sich auf diesen Konzepten. Das stetige Ziel ist ein harmonisches Gleichgewicht der drei Schätze, der Yin Yang Einheit und der fünf Elemente herzustellen und zu bewahren. Mit Akupunktur, einem bewussten Lebensstil und wohltuender Ernährung können wir diese Kräfte in uns harmonisieren, körperliche und psychische Beschwerden lindern und das Wohlbefinden fördern.


Natur als Vorbild

Hierzu eine kurze Geschichte...Es war einmal eine wunderschöner Apfelbaum. Jahr für Jahr trug er wunderschöne Äpfel. Eines Tages wirkte er aufgrund kranker Äste kraftlos. Als Massnahme wurden die modrigen Äste weggeschnitten. Dies liess den Baum unmittelbar gesünder aussehen. Nach nur kurzer Zeit bildeten sich wieder kranke Äste. Das wegschneiden der Äste entlastete den Baum, verhalf ihm jedoch zu keiner langanhaltenden Stärkung. Durch die Kräftigung der Wurzeln, erholt sich der Apfelbaum und erblühte wieder in seiner vollen Pracht.


Die ganzheitliche Betrachtung zeigt, dass für die Stärkung des Baumes nicht die einzelnen Äste verantwortlich sind, sondern die Wurzel. Bei nicht Betrachten der Ursache (Wurzel) wird bei reiner Symptom Behandlung, die Beschwerde mit (grosser Wahrscheinlichkeit) wiederkehren oder sich in neuer Form äussern. 


Von der Wurzel her bestärken, beinhaltet auch Selbstverantwortung um notwendige Anpassungen im Lebensstil vorzunehmen. Eine Veränderung der Gewohnheiten und dabei die eigene Komfortzone zu verlassen, stösst selten auf Begeisterung. Da jedoch der Lebensstil massgebend zum Allgemeinbefinden beiträgt, kann keine Therapie den Bereich der Selbstverantwortung übernehmen. Ausreichend Schlaf und Bewegung, eine gesunde Ernährung, Freundschaften, Erholungszeiten und eine zufriedene Seele sind kein Luxus, es sind menschliche Notwendigkeiten. Selbstverständlich unterstütze ich Sie hierbei mit alltagstauglichen und Ressourcen orientierten Empfehlungen.